Kontrast-Modus

Louise Stomps. Konturen des Inneren

Das Edwin Scharff Museum widmet der Bildhauerin und Grafikerin Louise Stomps eine umfassende Einzelausstellung. Erstmals im süddeutschen Raum werden rund 35 Skulpturen in Gips, Stein und Holz und Grafikserien aus ihrer gesamten Schaffenszeit von den späten 1920er Jahren bis in die 1980er Jahre präsentiert. Dabei lässt sich Stomps‘ Entwicklung von der figürlichen Darstellung hin zu abstrakten Formen nachvollziehen. Die menschliche Figur bleibt dabei immer wesentlicher Bezugspunkt der Künstlerin. Besonders Holz mit seinen Maserungen wurde zu ihrem wichtigsten Material.

Louise Stomps (1900-1988) begann erst mit 27 Jahren das Studium der Bildhauerei und besuchte die Bildhauerklasse von Milly Steger sowie die Abendklasse von Prof. Johannes Röttger an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Während des Nationalsozialismus, dem sie sich entgegensetzte, wurden ihre Möglichkeiten auszustellen eingeschränkt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit konnte sie ihre Arbeiten wieder in Ausstellungen zeigen, u.a. im Kunstkabinett ihrer Förderin Hanna Bekker vom Rath (Frankfurt).

1960 zog die Künstlerin nach Oberbayern um, wo sie sich zurückgezogen in einer Wassermühle ihrer Kunst widmete. Teilweise tragen ihre Arbeiten mythologische Titel und widmen sich existentiellen Themen wie der Trauer, aber auch der Begegnung und Befreiung. In ihren Arbeiten dieser Zeit zeigt sich ihre Suche nach einem Ausdruck von inneren Zuständen und die Verbindung von Natur und Mensch.

Mit Unterstützung des Käthe Kollwitz Museums Köln.
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