Jacoba van Heemskerck – Bild no. 25

Die Motive Jacoba van Heemskercks entstammen der Welt der Niederländerin. Auf vielen Werken zeigt sie Schiffe und Segelboote, Küstenstädte mit Fischern und Fischerinnen, Meerestiere und Bäume. Aber sie malt sie nicht naturgetreu. Das unterscheidet sie von ihren künstlerischen Vorgänger*innen. Farben und Formen ordnet sie wie in einem Rhythmus an. Dadurch erhalten die Bilder eine abstrakte Ebene. Die Darstellungen sind deshalb mehr als einfach nur Bilder, die die Natur zeigen.

Der Arzt und Anthroposoph Willem Zeylmans van Emmichoven, ein enger Freund van Heemskercks, schreibt 1917, dass sie die Natur nicht als «Landschaft» zeigen will, sondern als Sinnbild des Lebens:

„Denn alles, was sich im Leben abspielt, besitzt keinen Wert allein durch das Geschehen, sondern nur durch das Sinnbild, das sich da hinter verbirgt …. Jedes Geschehen, jede Tat ist eine Offenbarung über das Leben selbst.“

© Kunsthalle Bielefeld
Sprecher: Doğa Gürer