Zwischen Madonna und Mutter Courage. Darstellung der Mutter in der Kunst 1905 bis 1935
8. Dezember 2012 bis 7. April 2013
Die Darstellung der Mutter ist seit Jahrhunderten und in allen Kulturen eine zentrale Inspiration für künstlerische Gestaltungen.In den ersten Jahrzehnten des 20. Jarhhunderts, die von radikalen politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt waren, entstanden in Deutschland besonders vielseitige Darstellungen des Themas. Bis weit in das 20. Jahrhundert wirkten die übermächtigen ikonographischen Muster der Muttergottes mit dem Jesuskind. In Anlehnung daran spiegelten die Künstler Idealvorstellungen der emotionalen, innigen Verbindung von Mutter und Kind und leisteten damit auch der bürgerlichen Rollenfestschreibung Vorschub, die in der Frau entweder die lasterhafte Hure oder die tugendhaft-bescheidene Mutter sah. Neben den Pionierinnen Paula Modersohn-Becker und Käthe Kollwitz sind August Macke oder Heinrich Campendonk ebenso vertreten wie Ernst Barlach, Max Beckmann und Otto Dix sowie weitere Künstlerinnen wie Lea Grundig oder Hannah Höch.
Eine Zusammenarbeit mit dem August Macke Haus, Bonn.

