Sammlung Ernst Geitlinger
Von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion
Ernst Geitlinger (1895 - 1972) ist einer der Vorreiter der Konkreten Malerei in Deutschland. Wie der Künstler sich von der figürlichen und gegenständlichen Malerei allmählich entfernt, schrittweise abstrakter wird und zu einer nicht gegenständlichen Kunst findet, zeigt die Ausstellung anhand rund 50 seiner Werke. Anschaulich wird dieser große Entwicklungsschritt in der Kunst des 20. Jahrhunderts vermittelt, für den Geitlinger im Deutschland der Nachkriegszeit entscheidende Impulse setzt.
Geitlinger lebt und arbeitet lange Jahre in New York. Seine Kunst gilt in der Zeit des Nationalsozialismus als „entartet“. Er ist Mitbegründer der "Neuen Gruppe" München und vertritt Deutschland 1948 auf der Biennale in Venedig. In den 1950er und `60er Jahren ist er Professor für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Er stirbt 1972 in Seeshaupt am Starnberger See.
Die Stadt Neu-Ulm ist seit den 1990er Jahren Besitzerin des Nachlasses Ernst Geitlingers, der aus 100 Gemälden, 300 Gouachen und 100 Druckgrafiken besteht. Die präsentierte Auswahl ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern wahrzunehmen, wie sich der Künstler immer mehr vom Abbild entfernt, um sich schließlich einer reinen Farb-Formbeziehung zu widmen . Erlebnisräume – unter anderem ein "Archiv" zur Person Ernst Geitlingers und spielerische Anregungen zu Farb-Form-Experimenten – bereichern die Ausstellung.
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